Finanzielle Aspekte der Herzinsuffizienz

Die Herzinsuffizienz (HI) ist eine beträchtliche Belastung für das Gesundheitssystem. Sie führt nicht nur zu hohen Mortalitäts- und Morbiditätsraten, sondern auch zu erheblichen Kosten, die durch Diagnostik und Behandlung entstehen.

Eine Echokardiographie ist teuer und steht in einer Hausarztpraxis meist nicht zur Verfügung. Die höchsten Kosten im Zusammenhang mit HI entstehen durch Krankenhausaufenthalte (sowohl Erstaufenthalte als auch erneute Aufenthalte) und durch Überweisungen an Fachärzte zur weiterführenden Untersuchung. So verursacht eine Herzinsuffizienz jährlich ca. 3,2 Mrd. € Kosten für das deutsche Gesundheitssystem1, 70% davon für Krankenhausbehandlungen.2


Durch HI verursachte Kosten, internationale Schätzungen, 20043

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Die Nutzung des Balkendiagramms wurde von der Health Foundation genehmigt (www.health.org.uk).


Experten beleuchten die positiven wirtschaftlichen Folgen von BNP-Tests bei Diagnose und Therapie von HI:

“Die Durchführung eines Ersttests, wie er von ESC und NICE empfohlen wird, ist klinisch und wirtschaftlich sinnvoll. BNP kann optimiert werden, um eine maximale Sensitivität zu erreichen. Der Test ist für eine Reihe von Plattformen erhältlich, vermeidet die Unsicherheiten der EKG-Interpretation, kann von der Primärversorgung eingesetzt werden und ist verhältnismäßig kostengünstig. Die BNP-Messung ist daher der Test der Wahl für die Erstdiagnose in der Primärversorgung.”4

“Unsere standardmäßige, in den USA durchgeführte und auf den veröffentlichten Daten basierende Kosten-Nutzen-Analyse deutet darauf hin, dass eine BNP-Messung, die bei ambulanten Patienten mit symptomatischer chronischer HI nach einem Krankenhausaufenthalt alle 3 Monate durchgeführt wird, zwei große Vorteile hat: Der eine Vorteil besteht in der Verbesserung der Lebensqualität und der andere in der Verringerung der durch HI verursachten Kosten, wie eine klinische Beurteilung einer Nachbeobachtung von etwa einem Jahr zeigte.”5