Eine herzfreundliche salz- und fettarme Ernährung ist wichtig für Patienten mit Herzinsuffizienz

Die American Heart Association1 empfiehlt, dass Erwachsene etwa 2.000 Kalorien pro Tag zu sich nehmen.

Dabei sollten folgende Grundregeln beachtet werden:

  • Obst und Gemüse: mindestens 4 bis 5 Portionen pro Tag.
  • Fisch (vorzugsweise öliger Fisch): mindestens zwei Portionen von rund 100 g pro Woche.
  • Ballaststoffreiches Getreide: mindestens drei Portionen von rund 30 g pro Tag.
  • Natrium: weniger als 1.500 mg pro Tag.
  • Zuckerhaltige Getränke: nicht mehr als 450 Kalorien (ca. 1 L) pro Woche.
  • Nüsse, Hülsenfrüchte und Samen: mindestens 4 Portionen pro Woche.
  • Industriell verarbeitete Fleischprodukte: nicht mehr als 2 Portionen pro Woche.
  • Gesättigtes Fett: weniger als 7 % der gesamten Kalorienzufuhr.


Halten Sie Ihre Patienten dazu an, die Angaben auf Lebensmittelverpackungen zu lesen, damit sie wissen, welche Inhaltsstoffe in den verzehrten Lebensmitteln enthalten sind. Möglicherweise werden sie überrascht sein, was und wie viel sie konsumieren.


Wenn Patienten Hilfe bei einer Ernährungsumstellung zur Reduzierung der Fett- und Natriumaufnahme benötigen, können Sie sie an eine/n Ernährungsberater/in überweisen.

  • Klären Sie Ihre Patienten ebenso wie deren Familienmitglieder über die Überwachung der Natriumaufnahme auf.
  • Helfen Sie beim Erstellen eines persönlichen Ernährungsplans.
  • Überwachen Sie die Einhaltung des Ernährungsplans.


Die Reduzierung der Natriumaufnahme über die Ernährung ist von großer Bedeutung und kann nicht oft genug betont werden. Eine übermäßige Natriumaufnahme über die Ernährung kann zu einer Hypervolämie führen, eine der häufigsten Ursachen für vermeidbare Krankenhausaufenthalte. In Kombination mit Diuretika kann eine Reduzierung der Natriumaufnahme über die Ernährung die Hämodynamik verbessern.

Um das extrazelluläre Flüssigkeitsvolumen zu kontrollieren, empfehlen Richtlinien die Beschränkung der täglichen Natriumaufnahme auf 3 Gramm bei Patienten mit leichten Symptomen (also klinisch stabil, NYHA-Stadium II und kein peripheres Ödem). Bei Patienten mit mäßigen bis schweren Symptomen (NYHA-Stadium III/IV), die Diuretika benötigen, wird eine auf 2 Gramm täglich beschränkte Natriumaufnahme empfohlen.2