Die Pathophysiologie der Herzinsuffizienz

Die Herzinsuffizienz (HI) ist ein komplexes klinisches Syndrom, das oft – aber nicht immer – mit einer zugrunde liegenden strukturellen Auffälligkeit oder Schädigung, z.B. einer Unterbrechung der Blutzufuhr oder einer erhöhten Belastung aufgrund von Hypertonie, assoziiert ist. Sie behindert die Fähigkeit des linken Ventrikels, Blut auszustoßen oder sich mit Blut zu füllen.1

Wenn die Pumpleistung des Herzens eingeschränkt ist, erzeugt der Körper mehrere hormonelle und neurochemische Reaktionen, um das Ungleichgewicht in Blutdruck und -fluss zu korrigieren. Diese ausgleichenden Reaktionen können zwar die Pumpleistung des Herzmuskels anfangs verbessern, doch letztlich bringen sie das Herz dazu, mehr zu arbeiten, was seine Leistungsfähigkeit noch weiter einschränkt.2


Es gibt zwei Arten von Herzinsuffizienz:

  • Systolische HI: Die häufigste Form der HI. Sie tritt auf, wenn sich die Kontraktionsfähigkeit des Herzens verringert. Sie wird oft mithilfe der Ejektionsfraktion gemessen, d. h. dem Prozentsatz des Blutvolumens, den das Herz mit jeder Kontraktion aus den Ventrikeln herausstößt.1
  • Diastolische HI: Auch HI mit erhaltener Ejektionsfraktion genannt. Sie tritt auf, wenn sich das Herz während der Ruhephase eines Herzschlags nicht angemessen entspannen kann. Dies führt dazu, dass das Füllen des linken Ventrikels gestört ist.1


Eine Unterscheidung zwischen systolischer und diastolischer HI ist notwendig, um einen adäquaten Behandlungsplan erstellen und Aussagen über die Prognose treffen zu können.1

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