Natriuretische Peptide bei HI

Natriuretische Peptide (NP) gehören zu einer Gruppe von Hormonen, die mit Zunahme des Volumens und Dehnung der Herzventrikel verstärkt freigesetzt werden. Zwei bekannte natriuretische Peptide sind das natriuretische Peptid Typ B (BNP) und das N-terminale Prohormon des natriuretischen Peptids Typ B (NT-proBNP).1 BNP gilt als Stresshormon des Herzens. Es ist Gegenspieler des RAAS (Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems) und steigert die Natrium- und Wasserausscheidung sowie Vasodilatation.2


Indikationen für den Einsatz von BNP sind:

  • Unterstützung der Diagnose einer Herzinsuffizienz1,3
  • Bewertung des Schweregrades einer Herzinsuffizienz1,3
  • Therapiemanagement bei Herzinsuffizienz4,5,6
  • Prognose bei
    • Herzinsuffizienz1,3
    • akutem Koronarsyndrom7
    • Lungenembolie8


BNP ist ein kosteneffektiver Biomarker, der sich in der klinischen Praxis etabliert hat und dessen Einsatz bei der HI-Diagnostik in internationalen Leitlinien empfohlen wird.1,9,10 Die BNP-Messung ist hilfreich bei der diagnostischen Abklärung von Patienten, die sich mit dem Leitsymptom Dyspnoe in der Praxis vorstellen.11 Anhand des ermittelten BNP-Werts können Sie unterscheiden, ob die Luftnot Ihres Patienten pulmonal oder kardial bedingt ist und auf dieser Basis entscheiden, ob er eventuell eine Überweisung zum Kardiologen oder Pneumologen benötigt. Aufgrund seiner hohen Sensitivität für Herzinsuffizienz kann der BNP-Wert bei negativem Ergebnis außerdem zum Ausschluss der Diagnose „Herzinsuffizienz“ dienen.

Die Bestimmung des BNP-Werts ist direkt in der Sprechstunde mit Hilfe eines Point-of-Care-Tests (POCT) möglich. Hierzu gibt es das System Alere Triage® System, mit dem man BNP als Einzel- oder Multimarkertest aus EDTA-Blut bestimmen kann. Weitere Informationen zu dem Testsystem von Alere finden Sie hier.

 

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